Vorweihnachtliche Lesung in der Museumsgaststätte Rosinger Hof

beim Haus im Moos am Sonntag, 3. Dezember 2017, 16:00 Uhr
„Die Niederbayerische Weihnacht“ vom Ponzauner Wigg (Ludwig Gruber)
Zur mittlerweile schon traditionellen Adventslesung lädt auch heuer wieder die Stiftung DONAUMOOS - Freilichtmuseum und Umweltbildungsstätte - nach Kleinhohenried in die Museumsgaststätte zu vorweihnachtlichen Texten und Musik herzlich ein.

Der Rennertshofener Alfred Ehrnstraßer wird die Besucher und Freunde bairischer Literatur stimmungsvoll anheimelnd in das Geschehen rund um Bethlehem und Nazareth und um die Heilige Nacht mit der „Niederbayerischen Weihnacht“ vom Ponauner Wigg (Ludwig Gruber) hineinversetzen: „Schauts no glei umö, mir gebm euch des Zeichn, dass es dö erstn seids – und net dö Reichn! Schauts euch des Kindl o und sagts ös dö Leut, für jedn, der wui, kimmt a friedliche Zeit!“

Die musikalische Umrahmung obliegt in bewährter und beschaulicher Weise dem Gesangsduo Hans Mühldorfer und Siegfried Krems mit Alois Schärtl an der Zither.

Die Veranstaltung in der Museumsgaststätte Rosinger Hof im Haus im Moos, Kleinhohenried, soll ein besinnlicher Beitrag zur gemüthaften Einstimmung auf Advent und die Vorweihnachtszeit, auf die staade Zeit hin, sein.

Der Eintritt ist auch heuer wieder frei, freiwillige Spenden kommen ohne jeden Abzug der Kinderhilfe Litauen, die inzwischen vielen Menschen nicht nur im Donaumoos ein Begriff ist. Da sind Menschen am Werk, die an die Ärmsten der Armen denken und den Kindern, die auf der Schattenseite des Lebens stehen, ein wenig Licht bringen. Nach wie vor sind die Zustände in Litauen erschreckend, Geld für staatliche Einrichtungen ist nicht vorhanden. Darum unterstützt der Verein dort die Einrichtungen auch finanziell und ermöglicht z. B. die Renovierung von Räumlichkeiten in Schulen und Kindergärten neben individueller Hilfeleistung.
Der ''Ponzauner Wigg'', der Rottaler Bauer Ludwig Gruber (* 15. August 1922 ,
† 10. Dezember 2005) wurde auf dem elterlichen Ponzaunerhof im niederbayerischen Niedernkirchen bei Hebertsfelden in der Nähe von Eggenfelden als eines von neun Kindern geboren.
Er war nach dem 2. Weltkrieg zunächst ein sehr bekannter Prograder (Hochzeitslader), Verserlmacher und Gstanzlsänger. In Passau hat man ihn mehrfach als Richtfestredner für neue Gebäude der Universität erleben können.

Schon früh machte er in seiner Heimat als Gstanzlsänger bei Musikantentreffen, so genannten Hoagascht, auf sich aufmerksam; später oft an der Seite des Roider Jackl. Mitte der 70er Jahr kam er sozusagen ernsthaft zum Schreiben. Es entstanden im Laufe von gut zwanzig Jahren insgesamt sieben Bücher mit heiteren und ernsten Gedichten, vorwiegend in Rottaler Mundart.

Als tiefgläubiger Katholik hat sich der Ponzauner Wigg auch der christlichen Botschaft angenommen. Er schrieb eine ''Niederbayerische Weihnacht'', die mehrfach im Eggenfeldener Theater aufgeführt wurde und die heute wie Ludwig Thomas` „Heilige Nacht“ zu den Glanzstücken weihnachtlicher Mundartliteratur gehört.

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